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The Rise of the Creative Class

 
 
 
Standortfaktor Toleranz
Buchbesprechung von Andreas Merx

Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Richard Florida belegt in seinem Buch „The Rise Of The Creative Class“, dass Toleranz und Offenheit gegenüber ethnisch-kultureller Vielfalt entscheidende Wachstumsfaktoren für Metropolen der Zukunft sind.

Der Bestseller des Professor für regionales Wirtschaftswachstum an der Carnegie-Universität in Pittsburgh, einem der prominentesten Vertreter der „Neuen Wachstumstheorien“, hat sich in den USA schon längst zur heimlichen Bibel der Stadtentwickler verbreitet. Auch hierzulande finden die Thesen des Regionalökonomen immer mehr Anklang, Städte wie Berlin, Hamburg oder München, haben Floridas Wachstumsansatz für sich entdeckt.

Florida entwickelt in seinem Buch eine allgemeine Wachstumsstrategie, nach der es für die wirtschaftlich erfolgreichen Standorte der Zukunft vor allem darauf ankommen wird, kreative und qualifizierte Menschen anzuziehen. Den Annahmen Floridas zufolge werden immer mehr Unternehmen dazu übergehen, ihre Standorte nicht mehr nur nach traditionellen „harten“ Standortfaktoren, sondern vermehrt danach auszuwählen, wo sie ein hohes Potential an Arbeitskräften aus der hoch qualifizierten „Kreativen Klasse“ vorzufinden hoffen. Seine empirischen Untersuchungen können nachweisen, dass weder finanzielle Vergünstigungen, wie steuerliche Anreize, noch die vorhandene Infrastruktur allein relevant für die Standortauswahl des High-Tech-Sektors, innovativer Unternehmen und wissenschaftlicher Institutionen sind: „Access to talented and creative people is to modern business what access to coal and iron ore was to steelmaking. It determines where companies will choose to locate and grow, and this in turn changes the way cities must compete. As Hewlett Packard CEO Carley Fiorina once told this nation`s governors: „Keep your tax incentives and highway interchanges; we will go where the highly skilled people are.” (ebd., S. 6)

Um diese „Kreative Klasse“ und ihr innovatives Potential anzulocken und am Ort zu halten, kommt laut Florida den so genannten „weichen“ Standortfaktoren, wie einer Kultur der Offenheit gegenüber ethnisch-kulturellen Minderheiten und einer anregenden kulturellen Vielfalt in einem toleranten Stadtklima, eine entscheidende Schlüsselfunktion zu.

Der ganze Beitrag als Download in pdf-Format

August 2006

Andreas Merx ist Politologe und Geschäftsführer von Pro Diversity.