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WEITERE VERASTALTUNGEN

Angekommen - 50 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland - Türkei
Veranstaltungen anlässlich 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei (weiter)

Blicke zurück und nach vorn - 50 Jahre deutsch-türkische Filmgeschichten
Filmreihe, 5.10.-30.11.2011, Berlin (weiter)

Vom Gastarbeiterland zum Einwanderungsland
Konferenz, 27.10 2011, Berlin (weiter)

 
 
50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei - Film und Podiumsdiskussion
Film und Podiumsdiskussion, Samstag, 22.10.2011, 14-18 Uhr
im Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, Berlin

Veranstalter

                 


Dem Ruf der deutschen Wirtschaft folgend und auf der Suche nach einem besseren Leben kamen in den 60er und 70er Jahren Hundertausende aus der Türkei nach Deutschland. Heute geht es für viele in die andere Richtung: Inzwischen verlassen weit mehr Menschen mit türkischer Migrationsgeschichte Deutschland in Richtung Türkei, als von dort EinwanderInnen kommen. Nach einer aktuellen Studie erwägt über ein Drittel aller türkisch-deutschen StudentInnen und AkademikerInnen einen Abschied aus Almanya. Dafür soll ein deutsch-türkischer Stammtisch in Istanbul zu einem Netzwerk von über 1000 Mitgliedern geworden sein.

So hat in den letzten Jahren, von der öffentlichen Diskussion weitgehend ignoriert, ein "Brain Drain" aus Wirtschaft und Kultur eingesetzt. Hat dieses Phänomen bereits die Dimension eines „Exodus“ von Hochqualifizierten angenommen, wie in deutschen Magazinen zu lesen ist? Was genau bewegt diese gut ausgebildeten jungen Menschen, dem Land, in dem sie aufgewachsen sind, den Rücken zu kehren? Warum ist Deutschland für sie keine Heimat geworden?

 

Programm

14.00 Uhr Dokumentarfilm „Am Rand der Städte
                 
von Aysun Bademsoy (D 2006)


16.00 Uhr  Podiumsdiskussion

Es diskutieren:

Moderation: Ali Aslan, (Journalist und Politologe)

18 Uhr Ende


Die DiskutantInnen
 

Hatice Akyün Die in Berlin lebende freie Journalistin, Autorin und LifeStyle-Reporterin meldet sich vor allem seit der von Thilo Sarrazin entfachten Debatte verstärkt in Sachen Integration zu Wort. 2009 wurde Akyün mit dem „Preis für Toleranz und Zivilcourage“ der Jüdischen Gemeinde Duisburg ausgezeichnet.

Ali Aslan studierte internationale Politik und Journalismus an der Georgetown University und der Columbia University, arbeitete als Fernsehreporter für ABC News in New York und als Internationaler Korrespondent für Channel News Asia in Istanbul, Barcelona und Berlin. Von 2006 bis 2010 war Ali Aslan im Bundesinnenministerium maßgeblich an der Konzeption und Durchführung der Deutschen Islam Konferenz beteiligt.

Aysun Bademsoy wurde 1960 in Mersin (Türkei) geboren. 1969 zog sie nach Westberlin. Von 1978 bis 1989 studierte sie Publizistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Während der Studienzeit wirkte sie als Schauspielerin in Fernseh- und Kinofilmen mit und arbeitete als Regieassistentin, Cutterin und Produktionsassistentin. Seit 1989 ist sie als Dokumentarfilmerin tätig.

Dr. Elif Cindik  ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie ist stellvertretende Bundesvorsitzende und Sprecherin für Gesundheit der Türkischen Gemeinde Deutschland sowie Mitglied des Integrationsrates Bayern. Sie setzt sich für bessere Behandlungsangebote für MigrantInnen ein und veröffentlicht zu den Themen Integration und Gesundheitspolitik.

Ipek İpekçioğlu  Die in Berlin und Istanbul lebende DJane, Herausgeberin und Produzentin veranstaltet als Verfechterin transkultureller Verständigung seit 2003 zusammen mit Gió Di Sera (Radio Kanaka international) das post-migrantische Artist-Network-Event „Kanakwood“.

Martina Priessner Die in Berlin lebende Regisseurin hat in ihrem Dokumentarfilm „Wir sitzen im Süden“ (2010) ihre Freundin Çiğdem bei ihrer Auswanderung und bei ihrem Neuanfang als Projektleiterin in einem deutschen Call Center in Istanbul begleitet.

Kamuran Sezer Der Sozialwissenschaftler ist Geschäftsführer des futureorg Instituts und leitet eine Langzeitstudie über die Lebensrealitäten und Rückkehrabsichten türkischstämmiger AkademikerInnen und Studierender in Deutschland (TASD). Während der Sarrazin-Debatte überlegte er Deutschland, das er als seine Heimat bezeichnet, den Rücken zu kehren.